Project Description

1992 gründeten zwei Ingenieure des CEA–LETI, Jean-Michel LAMURE und André-Jacques AUBERTON-HERVÉ, die Firma Soitec.

Soitec produziert Silizium der neuesten Generation, sogenanntes SOI (Silicon on Insulator), zur Herstellung leistungsfähiger Mikroprozessoren mit reduziertem Verbrauch. SOI wird insbesondere in Spitzenbranchen wie Luftfahrt, Informatik und Telefonie verwendet.

Im Herzen des Clusters in Grenoble, in Bernin, beherbergt der Firmensitz von Soitec die weltweit größte SOI-Produktionsstätte mit 4500 m2 Reinräumen.

Soitec beschäftigt 1000 Mitarbeiter, die sich auf die verschiedenen Produktionsstandorte in Bernin (38), Les Ulis (91), Singapur und den Verkaufsstätten in Asien und den Vereinigten Staaten verteilen.

Das Sicherheitsprojekt bei Soitec

In Bezug auf Sicherheit ist Soitec besonders gefährdet durch chemische Risiken und deren Folgen für das Personal (Korrosivität, Toxizität, Explosivität) durch ihre Aktivität, die regelmäßige Handhabung von Gefahrenprodukten (flüssig und gasförmig) erfordert.

Allerdings zeigt die Realität, dass die Mehrzahl der Unfälle auf:

  • Wegeunfälle
  • Kleine Spritzer von Chemikalien
  • Ergonomische Probleme

Ende 2006 leitete Soitec eine Sicherheitsdiagnose ein

Ende 2006 standen die Sicherheitsanzeiger bei Soitec auf Rot. Die Inzidenzrate (Anzahl der Unfälle mit Arbeitsunfähigkeit pro Millionen Arbeitsstunden) betrug 17,9, obwohl der Wert des gesamten Berufsstandes bei 5,21 lag, und war weiter im Anstieg.

Die Generaldirektion beschloss, eine Sicherheitsdiagnose vorzunehmen, um die vorhandenen Probleme und die möglichen Hebel zu identifizieren, um an Effizienz zu gewinnen.

Die Diagnose enthüllte:

  • Ein kaum sichtbares Engagement für die Sicherheit seitens der Geschäftsleitung, die sich in einer sparsamen Kommunikation zum Thema Sicherheit ausdrückte
  • Eine zum Thema Sicherheit zögernde und unsichere, wenig engagierte Führungsebene
  • Eine zu zentralisierte Sicherheitsfunktion

Anfang 2007 wandte sich Soitec an ETSCAF, um eine komplette Änderung durchzuführen.

Soitec baute in zwei Jahren ein mittelfristiges Projekt auf

Das Projekt unter dem Namen „Projekt Safe“ wurde in sechs Teile für einen Zeitraum von zwei Jahren gegliedert:

  • Schulung
  • Sicherheitsorganisation und -management
  • Gemeinsame Methode über „Safety Tours“
  • Kommunikation und Umsetzung
  • Verwaltung der externen Unternehmen
  • Arbeitsgesundheit
In 18 Monaten wurde beträchtliche Arbeit geleistet. Die Ergebnisse entsprachen den Mitteln, da die Inzidenzrate von 17,9 auf 3,5 sinken konnte. Soitec konnte von jährlich 16 registrierten Unfällen mit Arbeitsunfähigkeit vor dem Start des „Projekts Safe“ im letzten Jahr auf 4 Unfälle reduzieren. Ziel war natürlich, diese Zahlen noch zu senken, indem alle bereits eingerichteten Aktionen zum Tragen kamen. Über die Zahlen hinaus handelte es sich auch um eine kulturelle Veränderung. Die ganze Belegschaft mobilisierte sich. Die Sicherheit ist inzwischen in den Händen der Geschäftsführung und die Abteilung HSE kommt unterstützend als Sachverständiger zum Einsatz. Der Erfolg ist zu großen Teilen auf die Qualität der Kursleiter von ETSCAF und ihre unfehlbare Methode zurückzuführen.
Sandrine CHABAUD, SOITEC